Was ist eigentlich Plov?

Usbekischer Plov – auch als Pilau, Pilaw, Pilow oder Plow bekannt – ist in Zentralasien sehr berühmt. Das usbekische Gericht schlechthin heißt richtigerweise PLOV. In Usbekistan kommt er mindestens dreimal die Woche auf den Tisch und wird immer restlos aufgegessen.

Die Hauptzutaten sind Fleisch, Reis, Knoblauch, Zwiebeln und Karotten. Alles zusammen wird in einem Gusseisenkessel zubereitet, dem Kasan, und zwar am offenen Feuer oder auf einem Brennholzofen. Plov wird zu allen Gelegenheiten gekocht, vom einfachen Mittagsmahl bis zum großen Festmahl. Der Hochzeitsplov, von dessen Qualität bekanntlich das Schicksal der bevorstehenden Ehe abhängt, enthält idealerweise zusätzlich folgende Zutaten: Rosinen für ein süßes Leben, Kichererbsen für den Wohlstand, Granatäpfel für viele Kinder und Berberitzen für die Gesundheit.

Die original usbekische Gewürzmischung verleiht dem Plov einen besonders feinen Geschmack und stärkt das Immunsystem. Das Öl am Boden des Kasan wirkt aphrodisierend. 

Was für einen Europäer wie ein Reiseintopf aussehen mag, ist für den Usbeken die hohe Schule der Kochkunst. Das nahrhafte und herzhafte Nationalgericht schlechthin hat fast schon eine kultische Bedeutung. Im Laufe von vielen Jahrhunderten hat das usbekische Volk im Gegensatz zu den nomadisierenden Nachbarvölkern eine beständige und ansässige Zivilisation entwickelt. Ein besonders kennzeichnender Bestandteil der usbekischen Kultur ist die als beste Küche Zentralasiens bekannte usbekische Küche und ihre Grundlage ist Plov, der für die Usbeken heilig ist. Deshalb darf in den Restaurants auch nicht jeder Koch Plov zubereiten. Es ist nämlich eine Auszeichnung, es dürfen nur eingestandene Profis oder Chefköche ran genauso wie bei uns.

Sie werden den Geschmack des usbekischen Plovs also nie vergessen!

Guten Appetit!